Gesundheit



Manchmal wird gerne über eine Überzüchtung einiger Hunderassen gesprochen. Leider kommt es bei manchen Rassen tatsächlich zu einer gravierenden Beeinflussung der Gesundheit des Hundes Stichworte: HD ED kürzerer Fang und sonstigen Problemen...

Achtet der Züchter darauf, dass seine Elterntiere körperlich und geistig gesund sind und hat dies überprüfen lassen (Hüfte, Ellenbogen, Schultergelenk, MDR1, Augen, Kniescheibe, Wesen ect.), hat er für die Gesundheit seiner Welpen bereits sehr gut vorgesorgt. Durch die Kontrollen, die wir heute kennen und durchführen lassen wird auch die Sicherheit immer größer, einen gesunden Rassehund zu züchten und zu erwerben.

So wie der weiße Schäferhund heute aussieht, hat er im Wesentlichen auch in der Frühzeit der Hundezucht ausgesehen. Vergleiche mit Wölfen - den hauptsächlichen Vorfahren unserer heutigen Hunde - bestärken diese Annahme. Die Ähnlichkeit bezieht sich jedoch nur auf die Erscheinung. Der heutige weiße Schäferhund wäre für ein Leben in der freien Wildbahn ungeeignet. Zu sehr hat er sich im Laufe der Jahre an den Menschen angepasst.

Die allseits gefürchtete Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt im Gegensatz zu vielen anderen mittleren bis größeren Rassen bei den weißen Schäferhunden so gut wie überhaupt nicht vor. Dies ist auch darauf zurückzuführen, das in unseren Zuchtverein und auch bei den Dachverband ÖHU nur Verpaarungen A und A Hüfte oder A und B Hüfte erlaubt sind. Es dürfen keine Verpaarungen wie B und B Hüfte vorgenommen werden. C ist gänzlich gestrichen. Und das ist auch gut so. Klar gibt es leider immer wieder Vereine -Verbände die andere Zuchtbestimmungen haben wo B und B Hüften zum Beispiel erlaubt sind, doch ein guter erfahrener Züchter wird das vermeiden aus Liebe zu dieser wunderbaren Rasse.

Megaösophagus - Speiseröhrenerweiterung

Die Erkrankung “ SE “, welche bei jeder Hunderasse vorkommen kann, ist eine
Art Speiseröhrenlähmung


Der Megaösophagus (MÖ) beim Hund ist eine ernste und potentiell verhängnisvolle Missbildung der Speiseröhre ( Ösophagus - die Röhre, die das Maul mit dem Magen verbindet ). Die Speiseröhre kann gänzlich vergrößert sein, ausgebeult erscheinen oder vergrößerte Taschen aufweisen. Zu den Symptomen eines MÖ gehört der Rückfluss von Nahrung und/oder Wasser sofort nach der Aufnahme. Megaösophagus- Hunde können aber auch erst Stunden nach dem Fressen erbrechen. Die schwersten Folgen für einen betroffenen Hund sind Unterernährung und Aspirations-Pneumonien (Lungenentzündungen aufgrund von Futterpartikeln / Flüssigkeit ... die durch Verschlucken in die Lunge gelangt sind). MÖ kann durch eine angeborene Missbildung oder durch primäre Erkrankungen wie (=Schilddrüsenunterfunktion) und verursacht werden.


Megaösophagus kann durch eine Röntgenaufnahme diagnostiziert werden, aber gewöhnlich wird zusätzlich ein zu schluckendes Kontrastmittel verwandt. MÖ kann von Geburt an bestehen, kann sich aber auch erst später entwickeln.

Der Weisse Schäferhund behält meist bis ins hohe Alter seine Agilität und Spielfreude. Dies ist ein deutliches Zeichen für einen ausgezeichneten Gesundheitszustand.